Ein Erweckungserlebnis ohne Erlösung. Aus dem Schlaf hochschrecken und spüren, dass jemand Fremdes ins eigene Haus eingedrungen ist. Aus einem Alptraum erwachen und feststellen, dass man gar nicht geschlafen hat. Die Geborgenheit ist gestohlen, es wird heiß, es wird kalt. Man ist nicht mehr allein in seinem Körper, Unbekanntes hat sich eingenistet. Das Gefühl, dass man nichts fühlt, ein modriger Zustand, eine Verformung vielleicht. Ein Schmerz, der noch mal so weh tut, weil man ihn nur erahnt. Löcher werden gerissen, Erinnerungen verloren. Alles ist hier, nichts ist jetzt. Man ist sich seiner selbst beraubt, eine leere Monstranz.
Man kann es wohl nur als tollkühn bezeichnen, wenn ein Komponist den Plan hegt, ausgerechnet den Tristan und Isolde-Stoff zu vertonen. Wenn dieser Komponist den Plan – trotz Richard Wagner – auch noch in die Tat umsetzt und mit dem Werk schließlich den internationalen Durchbruch schafft, spricht das für die Individualität und Qualität des Künstlers und seines Stils.
Bis Anfang des 19. Jahrhunderts war die Welt der Alpen ein Ort des Aberglaubens und düsterer Vermutungen. Man ging davon aus, dass das mysteriöse Riesengebirgeim Herzen Europas die Heimstatt von Drachen, Ungeheuern und Hexen war.
Er gilt als einer der größten Maler der Welt, bewundert von Rembrandt, Van Dyck und all den anderen Genies, die ihm folgen: Peter Paul Rubens, 1577 im westfälischen Siegen geboren, industrialisierte die Kunst und baute eine der größten Malerwerkstätten Europas auf. Doch damit nicht genug: Er war bis kurz vor seinem Tod auch einer der einflussreichsten Diplomaten – und das gleich im Auftrag verschiedener Höfe.
Als Bernd Alois Zimmermann 1960 die Partitur seiner Oper Die Soldaten dem Kölner Operndirektor vorlegte, fällte der schnell sein Urteil: »Unspielbar«. Ein brutales Verdikt für einen Komponisten, dessen Außenseitertum im Musikleben nicht einer Attitüde entsprang – Zimmermanns Werke waren vielmehr deutlich durch Kriegserlebnisse, aber auch durch ein streng katholisches Elternhaus geprägt. Entmutigt legte der Komponist das Werk zunächst beiseite, wurde aber von hartnäckigen Freunden immer wieder aufgefordert, an seinen Soldatenfestzuhalten und die Oper gegebenenfalls zu überarbeiten.
Ich arbeite eng mit Regisseuren, Kostümbildnern, Produzenten und Schauspielern/ Sängern/ Tänzern zusammen, um das gewünschte Aussehen für jeden Charakter zu konzeptionieren und zu definieren.
Mein Team und ich müssen auf dieser Basis in der Lage sein, verschiedene Make-up- und Haar-Techniken anzuwenden, um das gewünschte Aussehen zu erreichen.
Ich übernehme das Budget- und Personalmanagement des Maskenbildnerteams.
Dabei stelle ich sicher, dass Ressourcen und Budget effektiv genutzt werden und überwache Qualität und Arbeitszeiten des Teams.
Zudem sorge ich für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und Hygiene für die Verwendung von Maskenbildnerprodukten.
Maskenbildner und Darsteller müssen persönlich gut miteinander harmonieren. Die richtige Zusammenstellung des Teams beflügelt Vorbereitung und Anwendung von Make-up und Haaren.
Angefangen vom künstlerischen Konzept bis zur fertigen Umsetzung kreiere ich Masken und Maskenteile, perfekt abgestimmt auf die jeweiligen Erfordernisse.
Ich entwerfe und realisiere Make-up- und Frisurenstile, welche die Persönlichkeit und die Merkmale des Charakters unterstreichen und insbesondere auf der Bühne eine bestmögliche Wirkung entfalten.
Mit großem Wissen über Stile und Umsetzungsformen entwerfe und realisiere ich perfekt abgestimmte Perücken und Haarteile.
Eine Ruhrtriennale-Intendanz dauert drei Jahre. Schon der ersten Ausgabe gegenüber zeigen sich die Zuschauer:innen aus dem Ruhrgebiet sehr aufgeschlossen. Offen für Unbekanntes und frei in ihrer Wahrnehmung probieren sie aus und machen Verrücktheiten mit. In diesem Sinne wird 2005 auch der Wechsel zum zweiten Intendanten von Neugierde begleitet. Berufen ist der deutsche Regisseur und Theatermacher Jürgen Flimm.
Flimm und sein Team gehen mit ihrem Programm über drei Jahre kultur- und geistesgeschichtlich rückwärts: Romantik – Barock – Mittelalter. Damit gibt das Festival sich und den eingeladenen Künstler:innen ein Thema auf.
Die erste Saison steht im Zeichen der deutschen Romantik und Verbindungslinien zur Frühzeit der Industrialisierung im Ruhrgebiet werden erkennbar. »Nächte unter Tage« von Andrea Breth und Christian Boltanski in der Mischanlage der Kokerei Zollverein ist ein Erforschen von unbekannter Tiefe, ein Begehen von Abgründen und wie ein zeitloses Schweben ohne romantische Verklärung. In Gladbeck inszeniert Alvis Hermanis Sorokins »Das Eis«. Auch dies eine Art suchendes Stationentheater. Zur »Schule der Romantik« kommen nach Bochum: Patti Smith (die natürlich auch ein Konzert gibt), Michel Houellebecq, Olga Neuwirth und Haroun Farocki. Eine überbordende und lustvolle Hommage an den Alpinismus – dessen Beginn mit der Romantik zusammenfällt – erfinden Sven-Eric Bechtolf und Franui mit »Steine und Herzen« für die Kraftzentrale in Duisburg. Von schöner Leichtigkeit und feinsinnigem Humor ist auch die Musiktheater-Kreation »Das Trojanische Boot« der Musikbande Mnozil Brass.
Quelle: RUHRTRIENNALE